Wie bereits berichtet hatte ich für die beiden Länder vier Tage Zeit. Die Busfahrt von Nicaragua nach San Jose dauerte sieben Stunden und die Weiterfahrt nach Panama am darauffolgenden Tag weitere 17 Stunden.
In San Jose bei der Ankunft gab es gleich erstmal eine Situation, die es nur geben kann, wenn man travelt. Ich wollte keines der teuren Taxis nehmen, sondern überlegte, wie ich günstiger zu meinem geplanten Hostel komme. Da stoppte ein junger Costa Ricaner(25 Jahre, Student) mit seinem Auto und bot mir an, bei ihm zu wohnen im Austausch dafür, dass er mit mir Englisch sprechen üben kann und ich ihn berichtige... Ein bisschen vorsichtig sollte man bei sowas sein, dass man nicht am Ende och ausgeraubt oder gar entführt wird, aber ich habe mit meinem geschulten Auge und meiner Menschenkenntniss *etwas übertreib :-)* die Situation und das Angebot als seriös einstufen können, so dass ich bei ihm einstieg und er mich schlussendlich dann auf meinen Wunsch zu meinem Hostel fuhr, ich dort eincheckte unwir einfach den Abend zusammen verbrachten. Er fuhr mich zu Subway fürs Abendbrot, auch zu seiner Uni und zu ner Bar gingen wir danach nahe dem Unigelände.
Ich habe in dem einen Tag so einen coolen Input und eine gute Zeit gehabt in dem Land gehabt, wie man es besser kaum haben hätte können.
Am nächsten Tag ging es denn mit dem Bus weiter nach Panama City. Die dazugehörige Grenzüberquerung war auch ausgesprochen bemerkenswert und eigentlich sogar echt lustig. Es begann damit, dass der Strom an der Grenze ausfiel. Erstmal warteten wir und denn sollten wir alle wieder rein in den Bus. Dann nahmen sie uns die Pässe ab, wollten Kopien machen und uns einfach mit dem Stempel ohne irgendeine Uberprüfung ins Land lassen. Denn kam aber der Strom wieder bei der Grenze. Also alle bekamen ihren Pass wieder und es hieß wieder anstellen. Seit neustem muss auch vorgezeigt werden, dass man uber ausreichende Geldmittel verfügt. Das ging entweder mit nem Kontoauszug, oder 500 dollar in cash. Da natürlich keiner nen kontoauszug dabei hatte, legten wir alle zusammen und gaben das Bündel Geld immer an den jenigen weiter, der gerade als nächstes in der Schlange dran war. So hatte jeder offiziell genug Geld dabei :-) Das kontrollieren des Gepäcks sollte dann in einem absolut dunklen Raum erfolgen, wodrin wir uns alle versammelten und es man einfach nichts sehen konnte und es auch einfach kein Licht gab. Das ganze ändertensich denn dahingehend, dass am ende keiner kontrolliert wurde, (klar, man konnte ja nunmal nichts sehen) und wir einfach hur unserer Zettelchen für das Gepäck abgaben. Damit war es denn gut, es gab also denn doch keine Kontrolle.
Der gesamte Prozess dauerte in etwa eineinhalb Stunden, bis es denn weitergehen konnte. Das war echt herrlich :-)
In Panama selbst hatte ich insgesamt nur eineinhalb Tage bis zum angehenden Flieger nach Peru Zeit, so dass es noch für einen Tagesausflug zum bekanntesten aller Destinationen Panamas reichte, dem Panamakanal. Der war auf jeden fall einen Besuch wert. Seit 100 Jahren besteht dieser nun. Man hat in nem Museum über die Geschichte und Schwierigkeiten beim Bau gehört. Auch dienDurchfahrt eines Containerschiffs mit dem herunterpumpen in den Schleusen konnte man aus Nähe mitverfolgen. Der Tag lohnte sich damit auf jeden fall.
Tjo, und nun befinde ich mich auf der letzten Etappe meiner Reise, in Südamerika, Peru.
Ein Jahr soll es um die Welt gehen und dabei sollen die verschiedensten Länder besucht werden. Hiermit möchte ich euch die Gelegenheit geben, anteil an meiner Reise nehmen zu können und mich auf diese Art zu begleiten.
Reiseroute
Dienstag, 1. April 2014
Costa Rica und Panama im Eilverfahren
Freitag, 28. März 2014
Nicaragua: Hippie Hostel und Surfers Paradise
Die ersten beiden Nächte wurden auch in Hängematten geschlafen. Ich muss leider zugeben, dass es nicht ganz so bequem war, es aber eine Erfahrung wert war. Man weiss nun wieder, warum wir überall richtige Betten haben :-)
Ich werde nun die kommenden Länder Peru, Bolivien und Chile noch in vollen Zügen genießen, auf den kommenden Sommer in Deutschland steigt die Vorfreude aber auch immer mehr :-)
Mittwoch, 19. März 2014
Nicaragua: das Land der Vulkane
In keinem Land gibt es wohl mehr Vulkane und schon gar nicht mehr aktive Vulkane als in diesem. In Leon besuchte ich einen Vulkan, der sogar noch heiße sichtbare Lava im Krater besitzt. Das konnte ich mir nicht nehmen lassen, denn wie oft sieht man mal Lava im Leben. Und es lohnte sich. Kombiniert mit einem weiteren wunderschönen sonnenuntergang konnte man in der nacht die lava aus dem krater herausleuchten sehen.
Von dort ging es nach Granada, einer sehr schönen Stadt im kolonialen Baustil. Große schöne Bauten, Kirchen und alles in bester Verfassung. Auch das Hostel La Libertad tat seinen Teil dazu, die Umgebung zu genießen. So sind wir mit einem alten T2 Bus, der schon nichtmal mehr Seitenscheiben besaß, durch die gegend gecruist, zu einer Lagune de Apoyo, die sich im Krater eines Vukans gebildet hat, gefahren und einfach ne gute Zeit gehabt. Auch abends feiern in einem Club am Strand gehörte dazu.
Mittwoch, 5. März 2014
Honduras: Utila - everybody gets stuck in Utila
Wie der Posttitel es bereits beschreibt habe ich genau das erlebt, was weitverbreitet über die kleine Insel bekannt ist. Es handelt sich dabei um eine gemütliche Insel mit jeder menge divespots. Mein eigentliches interesse an der insel war nicht das eigentliche diven, sondern das freediven. Bereits in thailand, wo ich meinen ersten freedivekurs machte hörte ich von Utila, so dass ich nun die Gelegenheit wahrnahm, dort meinen advancedkurs im freediven zu machen. Geplant waren daher von vornherein 10 Tage auf der Insel. Dass es nun aber 17 wurden, konnte keiner ahnen. Es war einfach zu entspannt, günstig und einfach zu gut. Man hat in der Zwischenzeit schon eine Art kleine Familie um sich gehabt. Jeen Abend habe ich mich mit zwei Deutschen getroffen und zusammen bei einem Kanadier in seiner Wohnung gekocht und ihn als Dank immer gleich mitbekocht. Dann gab es immer eine Bar, bei der man sich nächtlich getroffen hat, wenn man am nächsten Tag nicht früh raus musste. Das Verlassen fiel tatsächlich denkbar schwer. Um eine Idee zu bekommen, was dort sonst so von statten geht, dafür gibt es ein gutes youtube-video "if you come to utila". Auch der inseldoktor der dort gezeigt wird, existiert tatsächlich und das outfit trägt er ebenfalls zum nächtlichen saufen gehen :-) das ganze ist angenehm speziell :-)
Nun nochmal zu meinen freedive-erlebnissen auf Utila. Zunächst einmal: freediven is einfach genial. Der kurs, den ich belegte ging drei tage. Wir haben ihn etwas gestrekt, so dass ich zwei kleine trainingstage dazwischen hatte, ummehr zeit zum lernen zu haben. Ich lernte neue atemtechniken, ich lernte neue yoga-übungen die zum vergrößern der lungenkapazität beitragen. Ich war schlussendlich in der Lage, meine Luft in einem pool an der wasseroberfläche schwimmend (static breath holding) für 5 minuten anzuhalten.
Bei der Disziplin des free immersion, sich an einer Leine in die Tiefe zu begeben erreichte ich das Maximum des vom Kurs möglichen, sprich 37 Meter.... es ist kein tippfehler, das stimmt tatsächlich. So ein Tauchgang dauert dann in etwa zwei minuten. Es war ausgesprochen beeindruckend, seinen Körper besser kennenzulernen und festzustellen, was möglich ist. Es ist sogar auch sicherer und ungefährlicher als normales Tauchen, was die meisten nicht vermuten würden. Hauptsächlich handelt es sich bei dem Sport auch aus meiner Sicht um eine menthale Herausforderung. Mit sich im reinen zu sein, im Wasser vollständig entspannt zu sein und in sich zu vertrauen. Dieser Kurs ist definitiv eine Bewusstseinserweiterung gewesen und ermöglicht es mir auch für die Zukunft beim schnorcheln noch etwas mehr Spaß zu haben, da man nun wieder ein wenig länger abtauchen kann und das rumspielen im wasser noch mehr genießen kann.
Nun habe ich mich aber doch endlich von der Insel losreißen können und habe über die Hauptstadt von Honduras Tegucigalpa den Weg nach Nicaragua Leon angetreten, wo ich endlich heute ankam. Mit ein bissel Aufregung und Spannung war die Wegstrecke doch verbunden, da die Hauptstadt als nicht sonderlich sicher einzustufen ist, was eigentlich ja auch grundsätzlich für Honduras gilt. So hat das groß im lonely planet angepriesene Hostel in Tegucigalpa seit zwei Monaten schon keine Touristen mehr gesehen. Ich habe es aber überstanden und bin nun wieder im sicheren Nicaragua :-)
Dazu wird beim nächsten Eintrag aber mehr geschrieben. Muss erstmal herausfinden, was man hier machen kann :-)
Mittwoch, 19. Februar 2014
Belize: Caye Caulker und das karribische Meer
So, auch Belize habe ich nun unsicher gemacht. Allerdings belief sich die Aufenthaltszeit auf lediglich gute zwei Tage.
Wir sind mit dem Shuttle in Belize City am Hafen direkt abgesetzt worden, denn der einzige empfohlene Ort den es zu besichtigen gibt, ist Caye Caulker. Am Hafen erfragte ich auch gleich Informationen für meine Weiterreise nach Honduras. Mir wurde mitgeteilt, dass die einzige Fähre dorthin nur einmal wöchentlich fährt, was in zwei Tagen oder eben erst in neun Tagen wäre... Da Belize jedoch ausgesprochen teuer ist, man sich Tauchen in dem bekannten Blue Hole quasi gar nicht leisten kann, entschied ich mich für die zwei Tage Variante.
In der Zeit liess sich wenigstens ein Schnorcheltour organisierrn, die sich auch wirklich lohnte. Ich würde mich fast sogar trauen zu sagen, dass es das beste Schnorcheln war, was ich bisher hatte. Stachelrochen, Schildkröten und Nurse-Sharks konnten wir in großer Anzahl sehen. Ich zählte einmal bis zu 14 Nurse-Sharks in einem Gebiet. Auch die Fische und Korallen taten ihr übriges.
Sonnenuntergänge gab es auf der Insel noch zu sehen, die jamaikanische Lebenskultur der Locals konnte auch noch erlebt werden, ein zwei Bierchen und denn ging es wieder weiter. Ich liess meine Mitreisenden nun aber zurück, da keiner so schnell das Land wieder verlassen wollte wie ich. So machte ich mich wieder auf den Weg, traf aber währenddessen gleich wieder nette Leute.
Guatemala: Vulkan Pacaya, Semuc Champey und Tikal
Die Wochen nach der Mountain-School gingen richtig ins Eingemachte. Actiongeladen bis zum geht nicht mehr.
Zuerst sind wir Richtung Lago de Atitlan gefahren, wo wir uns in nem kleinen Partydörfchen niederließen für zwei Tage. Das war schonmal ein reines Kontrastprogramm im Vergleich zur Mountain-School.
Danach ging es nach Antigua, von wo aus wir eine Tagestour zum aktiven Vulkan Pacaya machten. Dieser ist vor einem Monat ausgebrochen und mit Glück sollte man noch etwas von der Aktivität sehen können sollen. Mit roter Lava wurde es zwar nichts mehr, aber das Gestein war immernoch so heiß, so dass wir wenigstens durch die Hitze ein paar Marshmallows rösten konnten.
Weiter gen Norden gab es noch zwei große Sehenswürdigkeiten in Guatemala.
Das erste war Semuc Champey. Es handelt sich dabei um Frischwasserpools. Dort konnte man tuben gehen und ebenfalls auch eine Tour durch ein Höhlensystem machen. Das ganze lief noch klassisch mit Kerzen ab. Wenn man also in eine Passage kam, durch die man schwimmen musste, war der Kerze besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, um sie nicht zu ertränken :-)
Es war ein intensiver und guter Tag, der die Abrundung darin fand, dass dieses Gebiet nur mit einem offroad 4x4 Fahrzeug erreicht werden konnte. Die Fahrt dauerte eine stunde und der Sitzplatz: die Ladefläche mit 10 weiteren Backpackern, sowie den weiteren 10 Locals, mit denen die Lücken quasi aufgefüllt wurden.
Semuc Champey war definitiv eines der highlights Guatemalas.
In Tikal befinden sich die berühmten Maya-Ruinen. Dort haben wir uns morgens um drei aus dem Bett begeben, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang dort zu sein, was sich ganz klar gelohnt hat. Es war ausgesprochen beeindruckend, die Tempel über dem nebelbedeckten Urwald herausragen zu sehen, über dem dann die Sonne aufging und der Nebel sich dann langsam verzog.
Es war schön nun auch einen Vergleich zu den Ruinen Angkor Wats in Kambodscha zu haben. Beide Ruinen-stätten haben dennoch ihr ganz eigenes besonderes Flair.
Hiermit endet nach insgesamt über einem Monat mein Guatemalaaufenthalt. Weiter geht es als nächstes nach Belize.
Dienstag, 4. Februar 2014
Guatemala: Escuela de la Montana (Mountain-School)
So, nun ist meine Zeit des Spanisch lernens in der Schule vorbei und nun wird "im Feld" weitergeübt, sprich mit den locals und Reisenden die man trifft. Es hat tatsächlich sehr viel gebracht, selbst die verschiedenen Zeiten des Spanischen beherrsche ich nun.. :-)
Anbei habe ich ein paar Bilder von der Schule, der Umgebung, sowie mehreren kleinen Ausflügen gehängt, die wir hier in der Umgebung gemacht haben. Das schöne ist einfach, dass man hier in einem absolut nicht touristischen Gebiet unterwegs ist. Von den Locals der Kommunen ist man aber voll akzeptiert, da die Schule die Familie n durch Arbeit, die sie ihnen geben kann, unterstützt. Eine Zeit und Erfahrung meiner Reise, die ich nicht missen möchte.
Unsere Ausflüge gingen zu einem See, der heilig für die Maya ist. Auch eine Wanderung zu einem Wasserfall machten wir, wo uns der Guide durch den Busch mit seiner Machete den Weg erstmal freischlagen musste :-)
Einen Tag bevor es nun bei der Reise weiter ging besuchten wir noch eine Finka bzw. Kaffeeplantage, die nun von Bauern ausschließlich bewirtschaftet wird und es keinen reichen Finka-Besitzer mehr gibt, der seine Arbeiter mehr unterdrückt und ausnutzt. Dies ist dennoch viel zu häufig der Fall in diesem Land. Ca 70-80% der Bevölkerung lebt nämlich immernoch in absoluter Armut...
Es war sehr interessant über den Werdegang der Finka zu hören, jedoch blieb auch hier leider bei Auseinandersetzungen mit der Regierung ein Blutbad Anfang 2005 nicht aus..
Die Lehrzeit ist nun aber beendet in der Schule und nun geht es zum Lago De Atitlan, ein sehr großer See, der wohl so manchem Autor und Künstler als Inspiration gedient hat. Wir lassen uns überraschen.